–Typ: Bergwanderung / Wanderung
–Strecke: 5,8 km
–Höhenmeter: 1000m
–Kondition: hoch 5/6 // niedrig 1/6 (Bergbahn)
Der Wank ist der Sonnenberg über Garmisch-Partenkirchen – weit, offen, aussichtsreich und dabei erstaunlich vielseitig. Wer ihn zu Fuß erklimmt, erlebt eine schöne Bergwanderung mit stetig wachsendem Panorama; wer die Wankbahn nutzt, erreicht bequem eines der eindrucksvollsten Gipfelplateaus der Region. Ob Wetterstein, Zugspitze, Karwendel, Kramer, Estergebirge oder die Tiroler Alpen: Am Wank scheint die ganze Bergwelt der Alpenwelt Karwendel einmal im Kreis um einen herum zu stehen.
Vom Ferienhaus Der Wiesenhof in Klais aus ist der Wank ein wunderbares Ziel für einen aktiven Urlaubstag in Oberbayern. Die Tour beginnt nicht direkt vor der Haustür, ist aber mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Mit dem Auto fährt man vom Wiesenhof Richtung Garmisch-Partenkirchen und weiter zur Wankbahn-Talstation im Ortsteil Partenkirchen. Wer ohne Auto unterwegs ist, fährt mit Bus oder Bahn Richtung Garmisch-Partenkirchen und nutzt dort den Ortsbus zur Haltestelle Wankbahn. Gerade für Gäste, die ihren Wanderurlaub in Oberbayern flexibel gestalten möchten, ist der Wank ideal: Man kann sportlich aufsteigen, nur einen Teil wandern oder ganz entspannt mit der Bahn zum Gipfel schweben.
Schon die Wankbahn gehört zum besonderen Erlebnis dieser Tour. Sie wirkt nicht wie eine anonyme, hochmoderne Großraum-Seilbahn, sondern hat sich einen fast nostalgischen Charme bewahrt: gemütliche Kabinen, ein ruhiges Tempo und dieses schöne Gefühl, langsam aus dem Tal herauszuschweben. Während unter einem Garmisch-Partenkirchen kleiner wird und sich gegenüber das Wettersteinmassiv aufbaut, beginnt der Bergtag schon während der Auffahrt. Besonders praktisch ist die Mittelstation, denn dadurch lässt sich die Tour sehr gut an Kondition, Tagesform und Wetter anpassen. Sportliche Gäste starten direkt an der Talstation. Wer Höhenmeter sparen möchte, fährt zunächst bis zur Mittelstation und beginnt dort den zweiten Teil des Aufstiegs. Und wer den Wank vor allem als Aussichtserlebnis genießen möchte, fährt gleich bis zur Bergstation und unternimmt oben eine gemütliche Gipfelrunde.
Für die klassische Wanderung startet man an der Wankbahn-Talstation. Der Weg führt zunächst auf einer Forststraße bergauf und zieht sich in angenehmer Steigung an der sonnigen Bergflanke entlang. Anfangs ist der Charakter noch eher ruhig und waldig, doch schon bald öffnen sich erste Blicke zurück nach Garmisch-Partenkirchen. Genau diese Momente machen den Aufstieg besonders reizvoll: Man gewinnt langsam an Höhe, und mit jedem Abschnitt wächst das Panorama. Das Wettersteinmassiv mit Alpspitze und Zugspitze schiebt sich immer deutlicher ins Bild, während unten im Tal die Häuser von Garmisch-Partenkirchen kleiner werden.
Im weiteren Verlauf wird aus der breiteren Forststraße ein klassischer Wanderweg. Er bleibt gut begehbar, ist aber nun spürbar alpiner und verlangt etwas mehr Kondition. Etwa im Bereich der Mittelstation trifft auch der Zustieg aus Richtung Tannenhütte auf die Route. Wer diese schöne Tour bereits kennt oder sie mit dem Wank verbinden möchte, kann zunächst wie in unserer Tour zur Tannenhütte beschrieben aufsteigen und anschließend dem gut ausgeschilderten Weg Richtung Wank beziehungsweise Wank-Mittelstation folgen. Von dort geht es weiter in den zweiten, höhenmeterreicheren Teil der Wanderung. So entsteht eine besonders abwechslungsreiche Variante: erst die aussichtsreiche Tannenhütte mit ihrem schönen Blick auf Garmisch-Partenkirchen und das Wettersteinmassiv, danach der weitere Aufstieg auf den großen Panoramaberg.
Ab der Mittelstation beginnt der zweite, deutlich höhenmeterreichere Teil der Wanderung. Der Weg steigt nun in Serpentinen weiter Richtung Gipfel an. Technisch ist die Tour nicht schwierig und sie enthält keine ausgesetzten, absturzgefährdeten Passagen. Trotzdem sollte man sie nicht unterschätzen: Der Wank ist ein richtiger Berg, und vom Tal bis zum Gipfel kommen viele Höhenmeter zusammen. Für trittsichere, alpin erfahrene Kinder ist die Wanderung gut machbar, wenn genügend Pausen eingeplant werden. Gerade Familien können hier sehr gut entscheiden, ob alle weiter zu Fuß gehen oder ob die Wankbahn ab der Mittelstation den restlichen Aufstieg übernimmt.
Der große Vorteil dieser Tour ist ihre Flexibilität. Wer den gesamten Aufstieg wandert, erlebt die Veränderung der Landschaft besonders intensiv: Wald, offene Hänge, erste Tiefblicke, dann immer mehr Weite und schließlich das große Gipfelplateau. Wer die Bahn nutzt, verpasst trotzdem nicht das Wesentliche. Auch aus der Gondel ergeben sich herrliche Ausblicke, und oben warten noch genügend kleine Wege und Aussichtspunkte, um sich zu bewegen und den Berg zu erleben. Damit ist der Wank sowohl für sportliche Wanderer als auch für Genusswanderer, Familien und Gäste geeignet, die einen Urlaub in den Bergen ohne übermäßige Anstrengung genießen möchten.
Oben angekommen zeigt der Wank seine ganze Stärke. Der Gipfel ist kein schmaler Felskopf, sondern ein weites, sonniges Plateau. Genau deshalb wird er oft als Sonnenberg oder Sonnenbalkon von Garmisch-Partenkirchen bezeichnet. Man steht oberhalb des Ortes, hat Garmisch-Partenkirchen direkt zu Füßen und kann sich einmal langsam im Kreis drehen: Im Süden dominiert das Wettersteinmassiv mit Zugspitze und Alpspitze, im Westen grüßt der Kramer, im Osten und Südosten öffnet sich der Blick Richtung Karwendel und Mittenwald, und nach Norden ziehen die Bayerischen Voralpen weiter ins Land hinein. Diese Rundumsicht ist außergewöhnlich, weil der Wank als südwestlicher Ausläufer des Estergebirges so frei über dem Tal steht.
Für Kinder ist der Gipfelbereich ebenfalls attraktiv. In der Nähe der Bergstation gibt es einen naturnah gestalteten Spielplatz mit Kletter-, Rutsch- und Balanciermöglichkeiten. Während die Erwachsenen noch einmal zum Gipfelkreuz oder zu einem der nahen Aussichtspunkte gehen, können Kinder hier nach dem Aufstieg spielerisch ankommen. Auch wer mit der Bahn hinaufgefahren ist, findet rund um den Gipfel schöne, gemütliche Wege. Besonders lohnend ist eine kleine Runde über das Gipfelplateau und weiter Richtung Ameisenberg. Diese Wege sind nicht anstrengend, bieten aber immer wieder neue Perspektiven – mal hinunter nach Garmisch-Partenkirchen, mal hinüber zur Zugspitze, mal weit in die stilleren Bereiche des Estergebirges.
Zur Einkehr gibt es am Wank gleich mehrere Möglichkeiten. Direkt im Gipfelbereich liegt das Wankhaus, eine bewirtschaftete Hütte des Deutschen Alpenvereins mit Sonnenterrasse. Ebenfalls oben befindet sich die Sonnenalm, die mit bayerisch-moderner Küche und großer Aussichtsterrasse wirbt. Gerade nach einem Aufstieg aus dem Tal schmeckt eine Brotzeit, ein warmes Gericht oder ein Kaffee mit Blick auf die Berge besonders gut. Vor der Tour sollte man dennoch immer die aktuellen Öffnungszeiten prüfen, da Bergbahnen und Hütten je nach Saison, Wetter und Revision unterschiedlich geöffnet sein können.
Für den Abstieg gibt es mehrere Varianten. Wer mit dem Auto an der Wankbahn geparkt hat, bleibt am einfachsten bei der klassischen Lösung: Entweder man fährt bequem mit der Wankbahn zurück ins Tal oder steigt auf dem Aufstiegsweg wieder zur Talstation ab. Der Abstieg zu Fuß ist landschaftlich schön, geht aber in die Knie und sollte nur eingeplant werden, wenn noch genügend Kraft vorhanden ist.
Wer nicht an ein Auto gebunden ist und eine lange, ausgedehnte Bergtour sucht, kann den Wank auch mit der Esterbergalm verbinden. Vom Gipfelbereich führt der Weg hinüber beziehungsweise hinunter in das stille Hochtal der Esterbergalm. Von dort lässt sich die Tour über den Gschwandtnerbauer weiter Richtung Schlatan verlängern, wo man mit dem Bus zurück Richtung Klais und zum Wiesenhof fahren kann. Diese Variante ist deutlich länger und eher etwas für konditionsstarke Wanderer, dafür aber landschaftlich besonders reizvoll: Der sonnige Panoramaberg wird mit dem ruhigeren Almcharakter des Estergebirges verbunden. Eine eigene Beschreibung zur Alm findet sich in unserer Tour zur Esterbergalm.
Der Wank ist damit eine der vielseitigsten Bergtouren rund um Garmisch-Partenkirchen. Er kann sportlich, familienfreundlich oder ganz gemütlich erlebt werden – und belohnt jede Variante mit einem der schönsten Rundblicke der Region. Für Gäste des Ferienhauses Der Wiesenhof in Klais ist diese Wanderung ein idealer Baustein für einen Aktivurlaub in Oberbayern: morgens vom Wiesenhof starten, tagsüber Sonne, Bergluft und Panorama genießen und am Abend wieder in die Ruhe der Alpenwelt Karwendel zurückkehren.

















